Workshops zu Kollapsologie und Kollapspsychologie für psychologische Fachkräfte und Fachkräfte aus angrenzenden psychosozialen Arbeitsfeldern

Was geschieht, wenn unsere bisherigen Strategien im Umgang mit Klima-, Umwelt- und gesellschaftlichen Krisen nicht mehr ausreichen? Wie können psychologische Fachkräfte Menschen begleiten, wenn Zukunftsängste, Verlusterfahrungen und existentielle Unsicherheit zunehmend Teil ihrer Lebensrealität werden?

Ich biete Workshops zu Kollapsologie und Kollapspsychologie für Psychologinnen, Psychotherapeutinnen, Berater*innen, Coaches sowie Fachkräfte aus angrenzenden psychosozialen Arbeitsfeldern an. Inhalte, Schwerpunkte und Format können an die jeweilige Zielgruppe und den konkreten Bedarf angepasst werden.

Mögliche Themen sind:

  • Kollapsbewusstsein und existentielle Unsicherheit: Was verändert sich, wenn vertraute Vorstellungen von Sicherheit, Normalität und Zukunft brüchig werden?
  • Prätraumatischer Stress und posttraumatisches Wachstum: Wie lassen sich Belastungsreaktionen und mögliche Entwicklungsprozesse im Angesicht existentieller Bedrohungen verstehen?
  • Verdrängung und Hypernormalisation: Warum halten Menschen und Gesellschaften an Normalität fest, obwohl sich ihre Grundlagen verändern?
  • Klimakommunikation vs. Kollapskommunikation: Wie können existenzielle Bedrohungen angesprochen werden, ohne zu beschwichtigen oder zu überwältigen?
  • Hoffnung auf dem Prüfstand: Ist Hoffnung angesichts multipler Krisen immer angemessen? Welche unterschiedlichen Konzepte von Hoffnung gibt es – und wann kann Hoffnung hilfreich, wann kann sie auch zur Verdrängung werden?
  • Vom lösbaren Problem zum Predicament: Was verändert sich in der psychologischen Arbeit, wenn wir Klima- und Polykrise nicht primär als Probleme mit einer Lösung, sondern als Dilemmata und existenzielle Zwangslagen betrachten, mit denen wir leben und umgehen lernen müssen?
  • Verantwortung und Handlungsfähifgkeit: Wie können Menschen zwischen Ohnmacht und Überforderung handlungsfähig bleiben ohne Aspekte der Wirklichkeit verdrängen zu müssen oder in blinden Aktionismus zu verfallen?
  • Die eigene professionelle Haltung: Wie beeinflussen persönlichen Krisenbilder, Zukunftsvorstellungen, Unsicherheiten und Ängste unsere therapeutische und beratende Arbeit?


Die Teilnehmenden

  • erweitern ihr Verständnis für psychische Prozesse im Kontext multipler Krisen,reflektieren die Bedeutung gesellschaftlicher Entwicklungen für die therapeutische Arbeit,reflektieren
  • die Bedeutung gesellschaftlicher Entwicklungen für die therapeutische Arbeit,
  • entwickeln Sicherheit im Umgang mit existentiellen Themen,
  • stärken ihre Fähigkeit, Unsicherheit, Ambivalenz und Kontrollverlust therapeutisch zu begleiten,
  • setzen sich mit unterschiedlichen Konzepten von Hoffnung, Verantwortung und Handlung auseinander.

Die Workshops verbinden psychotherapeutische, existenzielle und gesellschaftliche Perspektiven.

Ziel ist es, eine angemessene und tragfähige therapeutische Haltung im Umgang mit komplexen Krisenerfahrungen zu entwickeln und einen Raum für Reflexion, Austausch und die Auseinandersetzung mit den eigenen professionellen Positionen zu schaffen.